Bürokratieentlastungsgesetz

Bürokratische Hindernisse abbauen und Verfahren vereinfachen

Das Bundeskabinett hat am 3. August 2016 den Gesetzentwurf für ein zweites Büokratieentlastungsgesetz verabschiedet. Ziel des geplanten Gesetzes ist es, bürokratische Hindernisse für Unternehmen abzubauen und Verfahrensabläufe zu vereinfachen. Die Entlastungen sollen sich vor allem bei kleinen Unternehmen positiv auswirken, insbesondere bei Handwerksbetrieben mit zwei bis drei Mitarbeitern.

Diese Erleichterungen sind ab 1. Januar 2017 geplant

Für zugegangene Lieferscheine soll die Aufbewahrungsfrist künftig bereits mit dem Erhalt der Rechnung enden. Gleiches gilt für abgesandte Lieferscheine. Deren Aufbewahrungszeit soll dann mit dem Versand der Rechnung ablaufen. Dies gilt allerdings nicht, wenn Lieferscheine im Einzelfall als Buchungsbeleg verwendet werden.

Beitragsgrenze für Lohnsteueranmeldungen

Aktuell sind Lohnsteueranmeldungen quartalsweise abzugeben, wenn die abzuführende Lohnsteuer mehr als 1.800 Euro, aber nicht mehr als 4.000 Euro beträgt. Der letztgenannte Betrag soll ab 2017 auf 5.000 Euro erhöht werden.

Kleinbetragsrechnungen

Die umsatzsteuerliche Wertgrenze für Kleinbetragsrechnungen soll angehoben werden. Aktuell beträgt diese 150 Euro brutto. Diese Grenze soll auf 200 Euro ansteigen. Diese längst überfällige Anpassung ist vor allem bei der Abrechnung von kleinen, häufig vorkommenden Barumsätzen von Vorteil, insbesondere im Handel mit Waren des täglichen Bedarfs.

Zuletzt aktualisiert am 6. Dezember 2016.